Wärmebrücken

Wärmebrücken sind Bauteile eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch die angrenzenden Bauteile.

 

Wärmebrücken

Das erfordert , dass man den Wärmebrücken größte Aufmerksamkeit schenkt, weil gerade hier erhebliche  Wärmeverluste zwischen erwärmten und nichterwärmten Bauteilen auftreten. Um eine allgemeingültige  Definition zu verwenden,  sind  Wärmebrücken Punkte, Linien oder Bereiche
eines Bauwerkes, wo die meiste Wärme entweicht. Diese Schwachstellen können  Geometrische Wärmebrücken sein  wie beispielsweise alle Gebäudeecken , wo eine Wärmeübertragung  zwischen der kleineren  erwärmten Innenfläche und der  immer größeren umgebenen äußeren  Oberfläche stattfindet. Es können aber auch  strukturellen Wärmebrücken sein, wenn in Konstruktionen Materialien mit unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit verwendet werden und die ansonsten ordnungsgemäß ausgeführte Isolierung somit  unterbrochen wird. Typisches Beispiel hierfür ist die Verwendung von Stahlbeton Türsturz und Ringanker  Mauerwerk aus Hohlbetonsteinen ohne Isolierung (lineare Wärmebrücke) oder   betonierter Anker mit Metallnagel (Punkt Wärmebrücke) . Mit durchdachter Planung der Bauwerke kann man  im Voraus derartige Schwachpunkte  verhindern.
Menschlich fahrlässiges Verhalten bei der Bauausführung ist die dritte Art  für die Entstehung von Wärmebrücken. Dies passiert,  wenn die Isolierung zwischen den Sparren lückenhaft ist oder wenn die Abdichtung rund um  Fenster und Türen nicht ordnungsgemäß  ausgeführt wurde oder Bauteile, die Kontakt mit den Boden haben, nicht fachgerecht  bzw. mit nichtgeeigneten Materialien isoliert wurden.

 

Warum sind Wärmebrücken ein Problem?

 

Wärmebrücken 2

Aufgrund der  Wärmeabwanderung  von innen nach außen erhöhen sich  die Heizkosten für das Objekt.  Die Oberflächen im Inneren empfinden wir als kalt und  reduziert unser  Wohlbefinden. Eine angenehme Raumtemperatur kann nur durch eine unangemessene  Überhitzung  sichergestellt werden. Mit jedem  Grad Celsius,  in dem es uns gelingt die Temperatur des Raumes  zu reduzieren, würde eine 6-7% Energieeinsparung bedeuten. An der kalten Seite einer  Wärmebrücken könnte sich Kondenswasser bilden, das unsere  Gesundheit gefährdet.
Die optimale Wahl der Dämmstoffdicke ist die zentrale Frage bei jeder Fassadendämmung. Sie ist abhängig vom Material der Außenwände, von den vorhandenen Wärmebrücken, von der konstruktiven Form des Hauses, von den qualitativen Erwartungen und nicht zuletzt von den finanziellen Möglichkeiten.
In Ungarn gibt es nicht viele Mauersteine, die den thermischen Anforderungen ohne zusätzliche Isolierung  der im Jahre 2006 in Kraft getretenen Verordnungen gerecht werden. Also, nicht nur das Mauerwerk und nicht nur der gesunde Menschenverstand sondern auch der Gesetzgeber verlangt eine komplette Wärmedämmung der Fassade. Wenn bei uns  Mauerwerk aus alten Ziegeln (zB B30-Einheit typischen Mauersteins in Ungarn der 80er Jahre) oder Stahlbeton als Grundlage für die Isolierung verwendet wird, ist mit einer Dämmstoffdicke von  8-10-12cm expandiertem Polystyrol oder Steinwolle  eine durchschnittliche Dämmqualität zu erwarten. Durch die Verwendung eines modernen Dämmblocks  mit poröser  Struktur können  5 oder 6 cmausreichend sein. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass  die Erhöhung der Dicke der Fassadendämmung nur einen kleinen Teil der gesamten Betriebskosten ausmacht. Der weit aus größere Teil  der Betriebskosten  wird  durch die Heizkosten verursacht.
Wenn Sie die Dicke der Dämmung erhöhen, ändert sich  nichts an den Kosten für  Klebe- und Armierungsmörtel, Armierungsgewebe, Grundierung  oder den  Kosten für die Montage bzw.  Miete der Rüstung.

 

Warum soll also die Isolierung sein?

 

Das ist eine der  am häufigsten  gestellten Fragen.  Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass im Falle einer festen, massive Wand, mit geringer Luftdurchlässigkeit (zB Beton, kleine Ziegel, Stein, Block B30 etc) Polystyrol-Dämmung  empfohlen wird und bei  Wandungen, die eine gute Luftdurchlässigkeit ermöglichen (zB Adobe Lehmwände)  der Einsatz von Steinwolle empfohlen wird.

Komponenten und Schichtstruktur des Thermomaster ROCK WDV-Systems


Wenn wir  eine Wand aus Porenbeton Elementen oder modern, Hohlblocksteinen als Ausgangspunkt betrachten, kann unter Beachtung des Preis Leistungs Verhälnis eine Polystyrol Dämmung eine gute und preiswerte Alternative sein. Wenn wir aber Brandverhalten und akustische Forderungen ernsthaft  in unsere Betrachtungen einbeziehen, fällt unsere Wahl auf das 2-3 Mal teure System der  Steinwolle.